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Selbstgemacht und nachhaltig: Bau deinen eigenen DIY-Kompostbehälter

von Robert Zielinski am Jun 07, 2024

Kompostbehälter selbst bauen

DIY-Projekte sind eine echte Bereicherung im Leben – hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und an nützlichen Fähigkeiten arbeiten, von denen du bislang vielleicht gar nicht wusstest, dass du sie hast. Das gilt besonders dann, wenn es um etwas so Sinnvolles und Nachhaltiges wie einen DIY-Kompostbehälter geht. Indem du deinen eigenen Kompostbehälter baust, reduzierst du Müll und verwertest organische Abfälle sinnvoll wieder. 

Ein eigener Kompostbehälter bietet viele Vorteile: Mit ihm kannst du Kompost selbst herstellen, er verringert die Abhängigkeit von industriell hergestelltem Dünger, verbessert die Bodenqualität deines Gartens und trägt zur Reduktion von Küchenabfällen bei.

Wie kann ich einen DIY-Kompostbehälter bauen? Um einen DIY-Kompostbehälter zu bauen, benötigst du folgende Materialien: wetterbeständiges Holz, Drahtgitter, Scharniere und Schrauben. Beginne damit, einen Rahmen aus dem Holz zu konstruieren, der groß genug ist, um deine Küchen- und Gartenabfälle aufzunehmen. Bespanne die Seiten des Rahmens mit Drahtgitter, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Der Deckel des Behälters sollte mit Scharnieren befestigt werden, damit du ihn leicht öffnen und schließen kannst. Stelle den Kompostbehälter an einem schattigen, trockenen Platz auf, um den Kompostierungsprozess zu optimieren.

In diesem Artikel lernst du, wie du mit einfachen Materialien und Werkzeugen einen effektiven und ästhetisch ansprechenden Kompostbehälter selbst herstellen kannst. Wir führen dich durch die notwendigen Schritte, zeigen dir, welche Materialien am besten geeignet sind, und geben dir Tipps, wie du den Kompostierungsprozess optimal gestalten kannst.

Warum sollte ich meinen eigenen Kompostbehälter bauen?

Die Vorteile, die du davon hast, einen eigenen Kompostbehälter zu bauen, sind nicht von der Hand zu weisen. Im Gegensatz zu kommerziellen Produkten, die oft standardisierte Maße und Funktionen aufweisen, erlaubt der Eigenbau eine maßgeschneiderte Lösung. Du kannst Größe, Form und das Material des Behälters genau an den verfügbaren Platz und die spezifischen Anforderungen deines Gartens anpassen.

Selbstgebaute Kompostbehälter spielen auch eine wesentliche Rolle im Umweltschutz. Sie helfen, die Menge an organischem Müll, der auf Deponien landet, zu reduzieren, indem Küchenreste und Gartenabfälle effektiv recycelt werden. Dies verringert die Methanemissionen, die bei der Zersetzung organischer Materialien entstehen, und schützt so die Atmosphäre.

Zudem sind selbst gebaute Kompostbehälter oft kostengünstiger als ihre kommerziellen Pendants. Materialien wie Holzreste, Paletten oder gebrauchte Behälter können oft günstig oder sogar kostenlos besorgt werden. Im Vergleich dazu können kommerzielle Kompostbehälter, besonders jene aus hochwertigen Materialien, recht teuer sein. Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie die Kompostbehälter von YourCasa, die sowohl hochwertig als auch preislich fair sind.

Die Vorteile, die das Kompostieren generell mit sich bringt, sind zahlreich und vielfältig. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Reduzierung von Küchen- und Gartenabfällen: Kompostbehälter helfen, organische Abfälle sinnvoll zu verwerten und verringern so die Menge des Mülls, der auf Deponien landet.
  • Produktion von natürlichem Dünger: Durch Kompostierung entsteht nährstoffreicher Boden, der als Dünger im Garten verwendet werden kann. Das macht chemische Düngemittel, die in der Herstellung oft umweltschädlich sind, überflüssig.
  • Verbesserung der Bodenqualität: Kompost verbessert die Struktur des Bodens, fördert das Wachstum nützlicher Mikroorganismen und erhöht dessen Wasserspeicherfähigkeit.
  • Kosteneffizienz: Der Eigenbau von Kompostbehältern kann kostengünstiger sein als der Kauf fertiger Produkte und die Verwendung von Kompost reduziert die Notwendigkeit für teure Düngemittel.
  • Umweltschutz: Kompostieren von Gartenabfällen und anderem Müll reduziert die Emissionen von Methangasen, die bei der Zersetzung organischer Materialien auf Deponien entstehen, und trägt so zum Klimaschutz bei.
  • Bildung und Bewusstsein: Die Beschäftigung mit Kompostierung kann das Bewusstsein für nachhaltige Lebensweisen fördern und zu einem tieferen Verständnis für ökologische Kreisläufe führen.
  • Anpassbarkeit: Selbstgebaute Kompostbehälter können individuell an die Bedürfnisse und den verfügbaren Platz angepasst werden.
  • Verminderung von Gerüchen und Schädlingen: Moderne oder gut konstruierte Kompostsysteme können dabei helfen, Gerüche zu minimieren und die Anziehung von Schädlingen zu reduzieren.

Welche Materialien benötige ich für meinen DIY-Kompostbehälter?

Für den Bau eines DIY-Kompostbehälters sind robuste, wetterbeständige Materialien wie unbehandeltes Holz, Drahtgitter und Edelstahlschrauben am besten geeignet. Holz ist langlebig und natürlich, was es ideal für den Außenbereich macht, während das Drahtgitter eine gute Belüftung sicherstellt und Schädlinge fernhält. Beim Kauf dieser Materialien kannst du nachhaltig und günstig vorgehen, indem du recycelte Materialien verwendest oder Reste aus Bauprojekten nutzt, die oft günstiger oder sogar kostenlos sind.

Für den Zusammenbau benötigst du grundlegende Werkzeuge wie eine Säge, einen Schraubendreher oder eine Bohrmaschine und eine Zange. Wenn du diese nicht selbst zu Hause hast, musst du sie nicht unbedingt gleich kaufen – frag doch einfach in der Nachbarschaft nach. Mit etwas Glück leiht dir jemand die notwendigen Geräte.

Wie finde ich den richtigen Standort für meinen Kompostbehälter?

Wie effizient der Kompostierungsprozess in deinem Behälter vonstattengeht, hängt nicht nur von der Zusammensetzung der Materialien ab, sondern auch vom Standort. Die Belüftung und Feuchtigkeit im Inneren hängen wesentlich von der Positionierung des Behälters ab. 

Ideal ist ein schattiger bis halbschattiger Platz, da direkte Sonneneinstrahlung den Kompost austrocknen kann, was den Zersetzungsprozess verlangsamt. Vermeide zu nasse oder zu trockene Orte, um für eine ausgeglichene Feuchtigkeit im Kompost zu sorgen.

Bedenke außerdem, dass du immer wieder neues Material in den Komposter geben solltest. Stelle ihn deshalb an einem leicht zugänglichen Ort auf – idealerweise in der Nähe der Küche, damit du Küchenabfälle hineinwerfen kannst. Dafür ist auch ein Küchenkomposter von YourCasa praktisch, da du mit diesem schon in der Küche Biomüll kompostieren und das Kompostmaterial bei Bedarf in deinen selbst gebauten Komposter geben kannst.

Stimme die Größe deines DIY-Komposters auf die Größe deines Gartens ab. Eine rechteckige Form in Ost-West-Ausrichtung hilft, eine gleichmäßige Sonneneinstrahlung zu gewährleisten.

Kompost selber bauen mit Mistgabel

Wie baue ich einen DIY-Kompostbehälter Schritt für Schritt?

Der Bau deines DIY-Kompostbehälters ist wirklich nicht allzu schwer. Mit grundlegenden Werkzeugen und Handwerkskenntnissen kannst du deinen Komposter im Nullkommanichts selbst bauen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines einfachen DIY-Kompostbehälters:

Materialien beschaffen: Sammle wetterbeständiges Holz, Drahtgitter, Metallwinkel, Schrauben und Scharniere.

  1. Zuschnitt der Holzteile: Schneide das Holz für die Seitenwände und den Boden zu. Ein Maß von 1 × 1 Meter pro Wand bietet sich an.
  1. Zusammenbau der Seitenwände: Verbinde die zugeschnittenen Holzseiten mit Metallwinkeln und Schrauben zu einer Box.
  1. Anbringen des Drahtgitters: Bedecke die Seiten der Box mit Drahtgitter, um für Belüftung zu sorgen und Schädlinge fernzuhalten.
  1. Deckel montieren: Fertige den Deckel aus einem weiteren Stück Holz und befestige ihn mit Scharnieren an einer der Seitenwände.
  1. Holzschutz: Behandle das gesamte Holz mit einem umweltfreundlichen Holzschutzmittel, um den Behälter wetterfest und langlebig zu machen.
  1. Aufstellen des Kompostbehälters: Wähle einen geeigneten Standort, der halbschattig ist und eine gute Belüftung sowie leichten Zugang ermöglicht.

Tada! So baust du dir in nur wenigen Schritten deinen eigenen Kompostbehälter für deinen Garten – und kannst ab sofort ein bisschen umweltschonender leben.

Welche Fehler sollte ich beim Bau vermeiden?

Fehler macht jeder – das gilt auch beim Bau von DIY-Kompostbehältern. Vor allem dann, wenn du nicht so viel Erfahrung mit handwerklichen Projekten hast, ist es sicherlich keine Schande, wenn dir das eine oder andere Missgeschick unterläuft. Dennoch: Ein paar der häufigsten Fehler lassen sich ganz einfach vermeiden.

Ein typischer Fehler ist die Verwendung von nicht wetterbeständigen Materialien, die schnell verrotten können. Es ist wichtig, robuste und behandelte Materialien zu verwenden oder das Holz mit einem umweltfreundlichen Holzschutzmittel zu behandeln. Ein weiterer Fehler ist unzureichende Belüftung, die zu einem schlecht zersetzenden Kompost führt. Achte darauf, dass dein Behälter genügend Luftlöcher oder ein Drahtgitter hat, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Zudem sollte der Kompostbehälter nicht direkt ohne eine Art Drainage auf den Boden gesetzt werden, da Staunässe den Kompostierungsprozess negativ beeinflusst. Eine einfache Lösung ist es, den Boden des Behälters leicht zu erhöhen oder eine Schicht Kies unter dem Kompostbehälter auszulegen, um überschüssiges Wasser abzuleiten.

Wie pflege und nutze ich meinen Kompostbehälter effektiv?

Wie die meisten Dinge solltest du auch deinen Kompostbehälter gelegentlich pflegen. Zunächst solltest du ihn natürlich regelmäßig reinigen. Das bietet sich primär an, wenn er gerade leer ist oder nicht viel Inhalt hat. Eine einfache Reinigung mit Wasser und einer Bürste nach jeder Entleerung reicht aus. So kannst du Schimmelbildung und unangenehmen Gerüchen unkompliziert vorbeugen. 

Der Kompost sollte zudem regelmäßig umgeschichtet werden, idealerweise alle paar Wochen. Dies verbessert die Belüftung und fördert eine gleichmäßige Zersetzung der Materialien. Benutze eine Gartenforke oder Schaufel, um den Inhalt vorsichtig zu wenden.

Der fertige Kompost kann im Garten vielseitig genutzt werden: als Mulch in Beeten, zur Bodenverbesserung vor dem Pflanzen neuer Gewächse oder als Teil eines selbst gemachten Blumenerde-Mixes. Er ist reich an Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit, was zu gesünderen Pflanzen und reicheren Ernten führt.

Kompostbehälter selbst bauen

Schlussfolgerung:

Einen DIY-Kompostbehälter selbst zu bauen und das Kompostieren im Garten sind zwei Dinge, die wirklich nicht schwer sind. Mit ein paar grundlegenden Materialien und etwas handwerklichem Können kannst du dein eigenes Gartenprojekt starten. Worauf wartest du also noch? Leg los, baue deinen Behälter und tu deinem Garten sowie der Umwelt etwas Gutes.

Übrigens: Schau bei YourCasa vorbei, um dich für weitere tolle DIY-Projekte inspirieren zu lassen und tolle Produkte wie die YourCasa Mülleimer oder den EcoFusion zu entdecken.

FAQs:

Was kann in den Kompostbehälter gegeben werden und was nicht?
In den Kompostbehälter können Küchenabfälle wie Gemüsereste, Kaffeesatz und Eierschalen sowie Gartenabfälle wie Laub und Rasenschnitt. Fleisch, Fisch, Milchprodukte und ölhaltige Stoffe sollten vermieden werden, da sie unangenehme Gerüche entwickeln und Schädlinge anziehen können.
Wie lange dauert es, bis der Kompost fertig ist?
Die Kompostierung dauert in der Regel zwischen drei Monaten und einem Jahr. Die Dauer hängt von Faktoren wie Materialzusammensetzung, Wetterbedingungen und Umschichtungshäufigkeit ab.
Kann ich einen Kompostbehälter auch in einer Wohnung nutzen?
Ja, in Wohnungen kann ein Bokashi-Eimer oder ein Küchenkomposter verwendet werden. Diese Systeme sind geruchsfrei und kompakt, ideal für den Innenbereich.
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